Bodenarbeit

Unter Bodenarbeit versteht man den Kontakt, die Kommunikation zwischen Mensch und Pferd, vom Boden aus. Die Bodenarbeit ist die Basis zwischen Mensch und Pferd,  das Pferd lernt die Signale des Menschen zu erkennen und der Mensch lernt auf das Pferd einzugehen.

Mit jedem Pferd in jedem Alter kann Bodenarbeit gemacht werden. Bereits junge Fohlen lernen durch schonende kurz Lektionen der Bodenarbeit Hilfen anzunehmen, wie zBsp anhalten.

Anti-Scheutraining als Bodenarbeit hilft ängstlichen Pferden. Hier können Sie zBsp mit verschiedenen Hindernissen arbeiten, wie die Überwindung einer Wippe, über eine Plane gehen, über Stangen treten, durch einen Vorhang spazieren.  Das Pferd erlernt so dem Menschen zu vertrauen.

Wenn das Pferd erlernt hat durch oder über diese Hindernisse zu gehen, lassen sich weitere kleine Schritte einbinden, wie zbsp langsam voran, zwischendurch anhalten, im Trab oder rückwärts.

Es gibt soviele Möglichkeiten für Bodenarbeit - Hindernisse, wie zBsp: Regenschirm, Sonnenschirm, Platikplane, alter Vorhang, Holzplatte, große selbstgebaute Holzwippe, alte Autoreifen, Pilonen, Gummimatten.

Auf Turnieren wird seit einigen Jahren eine völlig neuartige Prüfung angeboten : Die GHP - Prüfung. Die Gelassenheits - Prüfung für Pferde fordert das geführte Überwinden von 10 Hindernissen. Die Hindernisse bestehen zBsp aus bunten Luftballons, Planen, Rappelsack und Regenschirmen. In der GHP - Prüfung muß das Pferd Nervenstärke beweisen. Unterteilt in GHP 1 und GHP 2 ist, die Nr. 1 etwas leichter, die Nr. 2 für Fortgeschrittene geeignet.

Es gibt unterschiedliche Trainingsmethoden der Bodenarbeit, bekannt sind zBsp die Trainingsmethoden nach Pat Parelli, das sogenannte Horsemanship und die Bodenarbeit nach Linda Tellington Jones.

Horsemanship umfasst die 7 Spiele, dessen Ziel ein vollkommenes Vertrauen zwischen Mensch und Pferd sein soll. Das Pferd erlernt die Körpersprache des Menschen, es kommt auf Fingerzeichen. Fortgeschrittene Pferde werden sogar soweit trainert, das sie sich allein Verladen, also ohne Hilfe des Menschen einen Pferdeanhänger betreten.

Nach einigem Training und mit der richtigen Verständigung zwischen Mensch und Pferd kann die Bodenarbeit ausgeweitet werden bis hin zur Freiheitsdressur und Zirkuslektionen.

Zu Zirkuslektionen zählen Spanischer Schritt (an der Hand), Kompliment, Verbeugen, Steigen, Ablegen, auf ein Podest steigen, über ein Wippe gehen, etc..

Hier ein kleines Horsemanship - Video