Berühmte Pferde

Ahlerich: Dr. Reiner Klimke & Ahlerich – das Dressur-Dreamteam aus den 90ern!  Dieses Pferd war ein dunkelbrauner Westfale, der bis 1992 lebte. Ahlerich gelangte 1975 in den Besitz von Klimke, der ihn bei einer Auktion ersteigerte. Der größte Erfolg dieses Dressurpferdes war der Sieg in der Einzel- undMannschaftswertung bei den Olympischen Spielen in Los Angeles, 1984.  Ahlerichs Vater ist ein Vollblüter (Angelo XX).

Deister – Das berühmte Springpferd von Paul Schockemöhle lebte von 1971 – 2000. In seinen frühen Jahren glaubte man, Deister hätte beste Dressurveranlagung, so wurde der Hannoveraner 1974 als Dressurpferd bei einer Auktion versteigert. 1978 kam das Pferd zu Paul Schockemöhle, Deister war zu dieser Zeit schon als Springpferd ausgebildet und man hatte seine enorme Springveranlagung entdeckt. Deisters größter Erfolg war der Bronze-Sieg 1984 bei den Olympischen Spielen in LosAngeles. Deister gilt noch immer als eines der erfolgreichsten Springpferde aller Zeiten.

Donnerhall: Der erfolgreiche dunkelbraune Oldenburger Hengst lebte von 1981 bis 2002 in Deutschland und maß 170 cm. Donnerhalls Vater war Donnerwetter. Viele Siege errang die Dressurreiterin Karin Rehbein mit diesem Dressurpferd. 118 Siege in S-Dressuren verbuchte Donnerhall in seinem Leben, darunter 65 Grand Prix.  Sehr erfolgreich war Donnerhall mit Karin Rehbein 1994 bei den Weltreiterspielen in Den Haag, er erreichte Mannschafts-Gold und Bronze in der Einzelwertung. Donnerhall wurde im Alter von 17 Jahren aus dem Sport verarbschiedet und starb im Alter von 17 Jahren an einer Darmvergiftung. Außer im Sport wurde Donnerhall auch für die Zucht eingesetzt, so einige Nachkommen sind heute als erfolgreiche Turnierpferde im Einsatz.

Gigolo: Das berühmte Dressurpferd von Isabell Werth. Der Höhepunkt seiner Siege sind 4 Olympische Goldmedaillien,  1996 in Atlanta im Einzel und mit der Mannschaft, 1992 in Barcelona und 2000 in Sydney mit der Mannschaft, sowie zweimal Einzel-Silber in Barcelona und Sydney. Der Hannoveraner Fuchswallach (geb. 1983) war nicht wirklich eine Schönheit, dennoch verwandelte er sich auf dem Dressurviereck in einen wahren Künstler.  1996 ging Gigolo in den wohlverdienten Ruhestand und lebte bis 2009, er wurde stolze 26 Jahre alt. Leider musst er nach einer Verletzung eingeschläfert werden.

Halla - Es ist schon so lange her, aber Halla ist für jeden Springreiter ein Begriff. Das berühmte Springpferd, eine Stute der Rasse Hesse, lebte von 1945 – 1979.  Unter Hans-Günther Winkler gewann die Stute mehrmals Gold im Springreiten bei den Olympischen Sommerspielen 1956 und 1960. Zu Ehren von Halla wurde eine Straße in Warendorf nach dem Springpferd benannt.

Meteor – das Olympia- Springpferd von Fritz Thiedemann lebte 1943 – 1966 und war das berühmteste Springpferd seiner Zeit. Meteor ein brauner Holsteiner, gehörte Thiedemann am Anfang seiner Springkarriere nicht, später erwarb Thiedemann das Springpferd zur Hälfte. Dreimal nahm Meteor mit Fritz Thiedemann an den Olympischen Spielen teil, 1956 in Helsinki, 1956 in Stockholm und 1960 in Rom. Ein Gedenkstein zu Ehren des Springpferd Meteor wurde in Elmshorn aufgestellt.

Rembrandt: Das berühmte Dressurpferd von Nicole Uphoff. Mehrfach siegte der große Westfalen-Wallach bei den Olympischen Spielen mit Doppel-Gold, wie ZBsp 1988 in Seoul, 1990 in Seoul und 1992 in Barcelona. Diverse weitere Erfolge bei Europameisterschaften und Deutschen Meisterschaften zeichnen dieses Pferd aus. Dank Rembrandt ist Nicole Uphoff eine der erfolgreichsten Dressurreiterinnen aller Zeiten.  Kurze Zeit später verletzte sich Rembrandt leider schwer, bei einer Ehrenrunde auf dem Turnierplatz wurde er von einem anderen Pferd geschlagen und erleidete einen Beinbruch. Rembrandt wurde operiert und ging danach ins Gnadenbrot. Er lebte bis 2001.

Seabiscuit: Berühmtes Galopprennpferd in den 30er Jahren des 20.  Jahrhunderts. Seabiscuit war ein brauner Hengst, ein Englisches Vollblut. Trotz Krieg und Weltwirtschaftskrise vergötterten die Amerikaner dieses Pferd. 89 Rennen siegte Seabsicuit. Trotz dem Krieg waren die Zeitungen voll von Berichten über den Galopper. 1939 verletzte sich Seabiscuit während eines Rennens schwer an der Sehne, trotzdem erreichte er den 2. Platz. 1940 wurde Seabiscuit entgültig aus dem Sport genommen und für die Zucht eingesetzt.  Der Hengst wurde Vater von 108 Fohlen, jedoch wurde keines von diesen nur anähernd so erfolgreich wie dieser Hengst. Seabsicuit starb 1947 an Herzversagen. Die Autorin Laura Hillenbrand veröffentlichte 2001 das Buch “Seabiscuit: A American Legend”. Daraus entstand 2003 der Film: “Seabiscuit - mit dem Willen zum Erfolg”.

Totilas: Ein international erfolgreiches Pferd, der Pferderasse KWPN, in den Niederlanden gezüchtet. 2010 wurde Totilas 10 Jahre alt. Diverse Internationale Turniererfolge konnte der Hengst mit seinem ehemaligen Reiter Edward Gal bereits verbuchen, wie ZBsp 2 Goldmedaillen bei den Weltreiterspielen 2010. Die Wertungen des Hengstes haben bis jetzt zu 3 Weltrekorden geführt, wie zBsp 2010 bei der CHIO Aachen.  Wegen der großen Erfolge und der starken Ausstrahlung ist Totilas der Publikumsliebling auf den internationalen Turnieren.  Seit 2010 ist der Rapphengst aus Kentucky im Besitz von Paul Schockemöhle und wurde so nach Deutschland importiert. Für dieses Pferd soll Schockemöhle viele Millionen Euro gezahlt haben. Über die tatsächliche Kaufsumme für dieses Pferd schweigt Schockemöhle.  Totilas wird als Deckhengst (Decktaxen ebenfalls in Rekordsummen) eingesetzt und wird bald wieder im Sport vorgestellt. Sein neuer Reiter wird Matthias Alexander Rath werden.