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Pferderassen

Auf der Welt gibt es etwa 100 verschiedene Pferderassen, die sich wiederum in die 4 Pferdetypen (Warmblut, Kaltblut, Vollblut, Pony) unterteilen.  Hier eine  Auflistung verschiedenster Pferderassen:

American Saddlebred: Ein elegantes Reitpferd aus den USA. Die Zucht entstand im 19. Jahrhundert im Süden der Vereinigten Staaten, durch Kreuzung verschiedenster Pferderassen. Der Saddlebred ist bekannt für seine besonders bequemen Gänge. Diese Pferderasse ist häufig bei Schauvorführungen in den USA zu sehen. Unterschieden wird bei dieser Rasse zwischen Drei- und Füngängern. Saddlebred haben einen schlanken, feinen Körper, einen hübschen Kopf und intelligtente Augen. Der Hals ist extrem gewölbt.

American Quarter Horse : Die im 18. Jahrhundert in den USA entstandene Pferderasse, ist heute mit ca. 4 Mio. Pferden, die zahlenmäßig größte Pferderasse der Welt. Quarter Horses erreichen höchstens 160 cm, sind kompakt und klein. Die Pferderasse ist mit ihrem Exterieur darauf gezüchtet, besonders wendig  zu sein, Drehungen in Geschwindigkeit ausführen zu können und große Distanzen zu überwinden. Damals ein ideales Pferd für Cowboys, heute nach wie vor ein beliebtes Pferd für das Westernreiten.  American Quarter Horses ist die zahlenmäßig weltweit am meißten vorkommende Pferderasse.

Andalusier : Alle in Spanien gezüchteten Iberischen Pferde werden als Andalusier bezeichnet. Pferde die rein Spanisches Blut in sich tragen und über Papiere verfügen sind Pura Raza Espanola (PRE). Andalusier sind hauptsächlich Schimmel (auch Rappen, Füchse und Braune), sind um die 160 cm groß und haben ein anmutiges Äußeres. Die Pferderasse gilt als nobles Reitpferd. Auch in Deutschland werden Andalusier zur Freizeitdressur und für die Klassisch barocke Reitweise immer beleibter. Die Pferderasse gilt als intelligent und lernwillig, mit besonderer Dressurbegabung bis hin zur Hohen Schule. Edle Spanische Pferde sind in Jerez de la Frontera zu bewundern, in der Real Escuela Andaluza del Arte Ecuestre ( Königliche Spanische Hofreitschule ).
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Appaloosa: Die bunt gemusterten Pferde entstanden um 1700 durch die Nez Perce Indianer in Oregon. Die Vorfahren der Appaloosa sind Spanische Pferde, die von den Spanischen Eroberern  nach Nordamerika importiert wurden. Appaloosa sind von der Farbgebung oft bunt, typisch ist die sogenannte Schabrackscheckung. Appaloosa werden als Reit- und Fahrpferd eingesetzt, hauptsächlich für das Westernreiten, im Reining und Cutting.

Arabisches Vollblut, Araber: Ein weltweit sehr populäres Pferd und eine der ältesten Pferderassen der Welt, ist der Araber.  Die Entstehung dieser Rasse liegt etwa 5000 Jahre zurück, der Araber stammt ursprünglich aus Saudi-Arabien.  Weil diese Pferderasse für die harten Umweltbedingungen der Wüste gezüchtet wurden, sind Araber äußerst robust.  Die Pferderasse verfügt über viel Ausdauer, ist sehr schnell, hat dennoch aber ein sanftes, sensibles Wesen.  Äußere Merkmaleeines Araber sind das schlanke Erscheinungsbild, der typische Araber-Hechtkopf, die großen Nüstern, der hoch getragene Schweif und der hochgetragene Hals.

Carmarguepferd: Ein zähes kleines Pferd mit einem Stockmaß von höchstens 143 cm, dass trotz der geringen Größe für Erwachsene Reiter geeignet ist. Carmaguepferde sind Schimmel,  mit kräftigem Kopf, kurzem Hals und kurzem Rücken. Noch heute gibt es einen großen Bestand an halbwilden Carmaguepferden die in der Region Carmague in Südfrankreich leben. Dort prägen diese weißen Pferde seit Jahrzehnten das Bild der Landschaft und sind ein Anziehungsmangnet für Touristen. Als Reitpferde werden sie überwiegend in Frankreich eingesetzt, sie dienen als Arbeits-, Freizeit- und Showpferde.

Connemara: Diese Ponyrasse stammt aus Irland, durch Einkreuzung Spanischer Pferde und Arabern, in den früheren Jahrhunderten, wurde diese Ponyrasse veredelt. Überwiegend sind diese Ponys Schimmel, sie werden um die 145 cm groß und verfügen über einen kompakten Körperbau, einen langen Hals und kräftige Beine. Connemaras gelten als hervorragende Turnierponys, sind aber auch für Erwachsene Reiter geeignet.

Curly Horse: Eine außergewöhnliche amerikanische Rasse ist das Curly Horse, bei uns auch Lockenpferde genannt. Diese Pferde verfügen über lockiges und welliges Fell, dass ihnen angezüchtet wurde. Curly Horse sind für Pferdehaarallergiker eine Chance – denn auf diese Pferde reagieren Allergiker nicht allergisch. Der amerikanische Rancher Damele gründete 1898 die Zucht der Curly Horse in Nevada.  Curly Horse werden 130cm bis 170 cm groß und es gibt sie in unterschiedlichsten Farbzeichnungen. die Lockenpferde sind für die unterschiedlichsten Sparten der Reiterei geeignet, werden oft fürs Wanderreiten und Westernreiten genutzt. Mehr Infos: www.curly-horses-germany.de

Dales-Pony: Stark verwandt mit dem Fell-Pony ist die robuste Ponyrasse Dales Pony. Beide Rassen stammen vom Friesen ab.  Dales Ponys sind bis 1,50 m groß und überwiegend schwarz oder braun, selten gibt es Schimmel.  Weiße Abzeichen sind als Stern und/oder Schnippe, sowie bis zur Fessel an den Hinterbeinen erlaubt. Dales Ponys Zucht in Deutschland: Pferdehof KEHOS .

Deutsches Reitpony: Eine sehr junge Pferderasse bzw. Ponyrasse, der Beginn der Zucht startete erst 1965. Die Pferderasse entstand durch eine Kreuzungszucht aus Vollblütern, Warmblütern und verschiedenen Ponyrassen. Die Ponys dieser Pferderasse erreichen meist eine Größe von 138-148 cm.  Die Pferderasse bzw.  Ponyrasse eignet sich hervorragend als Kinder-, Jugend- und Sportpony. Ein Deutsches Reitpony ist willig, leistungsbereit und verfügen über ein ausgeglichenes Temperament, sie haben Sprungvermögen und Gangwerk.

Falabella: Zwergponys die klein gezüchtet wurden. Die Rasse stammt ursprünglich aus Argentinien. Anders als beim Shetlandpony sind Falabellas im Exterieur sehr fein, mit glattem Fell. Ein Miniaturpferdchen das für die Show gezüchtet wurde.  In den USA werden sie auch als Haus- und Streichlpferde gehalten.  Die Pferdchen erreichen ein Stockmaß um die 70 cm.  Zum reiten eignen Falabellas sich nicht, oft werden sie aber vor kleine Kutschen gespannt. Falabellas sind sehr empfindlich und können schon bei geringer Kälte nicht mehr im Freien gehalten werden. Durch das geringe Körpergewicht fangen sie schnell an zu frieren.

Fell-Pony: Stark verwandt mit dieser Ponyrasse ist das Dales-Pony. Beide Rassen stammen von den Friesen ab.Ursprünglich zum Viehtrieb in Nordengland gezüchtet, sind diese Ponys sehr stark, schnell und trittsicher. Sie werden nicht über 140 cm groß, sind schwarz oder braun und sehen aus wie Friesen im Pony-Format.

Friese : Bei dieser Pferderasse geraten nicht nur Liebhaber ins Schwärmen, sie sind groß, pechschwarz und anmutig schön. Als Niederländische Pferderasse wurden sie in der  ZuchtregionFriesland gezüchtet. Die schwarzen Pferde haben Ihr barockes Aussehen erhalten, weil frühzeitig Spanische Pferderassen eingekreuzt wurden.  Die Pferde werden mit Stockmaß ein 150 -170 cm gezüchtet, die Farbgebung ist immer schwarz. Abzeichen sind unerwünscht. Hauptsächlich werden die Pferde als Dressurpferd, Showpferd und Kutschpferd genutzt. Nicht selten nutzen Liebhaber der Klassisch barocken Reitweise diese graziösen Tiere zum Dressurreiten, bis hin zur Hohen Schule. Auf Showveranstaltungen wie zBsp bei Apassionata sieht man die Friesen in Dressurdarbietungen und Quadrillen.

HaflingerHaflinger: Der Haflinger ist eine Pferderasse die in Südtirol entstanden ist. Heute liegt das Zuchtgebiet in der Pferderasse hauptsächlich in Süddeutschland, Österreich und Italien. Der Haflinger ist eine Gebirgs- Pferdrasse, zu dessen Merkmal das robuste Wesen zählt. Haflinger gelten als freundliche Pferde die meist als Freizeitpferde, als Kinderponys und als Kutschpferde eingesetzt werden. Die Farbzeichnung der Haflinger ist immer Fuchsfarben mit hellem Langhaar.

Hannoveraner : Die Pferderasse Hannoveraner ist zahlenmäßig die größte Europäische Pferderasse und im Sport (Dressur/Springen) auch die erfolgreichste Pferderasse.  Das Zuchtziel dieser Pferderasse ist ein großrahmiges Warmblut. Springtalent und raumgreifende Gänge sind typisch für diese Pferderasse, die als modernes Sportpferd gezüchtet wird. Die Pferderasse verfügt über ein temperamentvolles , aber auch gelehriges und ausgeglichenes Interieur.

Holsteiner: Erst Mitte des 20.  Jahrhunderts entstand der Holsteiner, wie wir ihn heute kennen. Man kreuzte damals ausgewählte Englische Vollblüter in diese Pferderasse ein, um einen athletischen Sporttyp zu züchten.Diese Pferderasse zeichnet sich heute weltweit hauptsächlich durch ihr Springtalent aus. Auch im Vielseitigkeits-, Fahr- und Dressursport sind Holsteiner Pferde seit langem erfolgreich. Ihr Temperament ist ausgeglichen, mit hervorragenden Charaktereigenschaften.  Ein berühmter Holsteiner aus der Vergangenheit ist Meteor von Fritz Thiedemann, der um 1950 herum mehrmals Olympiaerfolge errang. 2008 errang der Holsteiner Marius mit Hinrich Romeike Gold in Peking.

Isländer : Das besondere an diesen kleinen und starken Ponys der Rasse ist, das sie 5-Gänger sind. Isländer beherrschen nicht nur die 3 Grundgangarten des Pferdes, sondern auch Tölt und Paßgang. Die robusten Isländer stammen ursprünglich von Ponys aus Westnorwegen und Nordengland ab, die im 9. Jahrhundert von den Wikingern nach Island eingeführt wurden. Da die Zuchtrichtlinien bereits seit Jahrhunderten das Einkreuzen anderer Pferderassen verbieten, ist und bleibt das Isländerpony eines der reinrassigsten Pferderassen weltweit. Isländer werden um 135 cm groß, sie werden älter als andere Pferderassen, sind jedoch auch länger im Wachstum und werden somit erst später ausgebildet. Trotz der geringen Körpergröße sind Isländer enorm schnell und kräftig, sie werden von Freizeitreitern und Gangpferdeliebhabern sehr geschätzt.

Knabstrupper : Der Knabstrupper ist eine alte dänische Pferderasse und zählt zu den Barockpferden. Der Knabstrupper verfügt meist über eine sehr außergewöhnliche Fellfarbe (meist Tigerschecken) und über einen liebenswerten Charakter. Darüber hinaus gilt die Pferderasse als besonders intelligent. Knabstrupper verfügen oft über das sogenannte Menschenauge, was heißt, dass in Ihrem Auge viel weiß erkennbar ist und man deshalb genau erkennen kann, wohin das Pferd schaut.Ein weiteres Merkmal ist das oft vorkommende rosagefärbte Krötenmaul des Knabstrupper. Ein berühmter Knabstrupper ist „Der kleine Onkel“ aus den Pipi Langstrumpf Filmen. Dieses Pferd hatte jedoch nur aufgemalte Flecken, die Flecken der Knabstrupper Tigerschecken sind echt! „Der kleine Onkel“ hingegen war ein weißgeborener Knabstrupper, auf den die Pipi Langstrumpf-Filmemacher die Flecken aufklebten.

Lipizzaner: 1580 wurde von Karl V. das Hofgestüt in Lipica gegründet und die Pferderasse Lipizzaner entstand. Die Pferde fanden in der Barockzeit ihren Einsatz als Prunk- und Paradepferde an vornehmen Höfen in Europa. Bis heute ist die Pferderasse Lipizzaner in ihrer ursprünglichen Form erhalten geblieben und gilt nach wie vor als Edelpferd. Bis zum heutigen Tag sind die Lipizzaner die Pferde der weltberühmten Spanischen Hofreitschule in Wien/Österreich.  Seit 1995 stehen die Lipizzaner auf der Roten Liste der vom aussterben bedrohten Heimtierrassen. Weltweit gibt es nur ca. 4000 Lipizzaner. Die Barockpferde werden um die 160 cm groß und es werden hauptsächlich Schimmel gezüchtet. In der Dressur zeichnet sich der Lippizaner durch hervorragende Knieaktion aus. Typisch für das Barockpferd ist der ausgeprägte große Ramskopf mit ausdrucksvollen großen Augen.  Vom Charakter her sind Lipizzaner häufig sehr sensible Pferde und haben viel Temperament. Gut ausgebildet finden die Pferde dieser Rasse ihre Verwendung  in der hohen Dressur bis Hohe Schule und Schulen über der Erde.

Lusitano: Eine typisch Iberische Rasse aus Portugal, eng verwandt mit den Spanischen Andalusiern und P.R.E.s. Im 19. Jahrhundert noch wurden alle Iberischen Pferde einer Rasse zugeordnet, erst mit Beginn des 20. Jahrundert entschied man sich in Portugal und Spanien unterschiedliche Zuchtbücher der Pferderassen zu führen. Markant sind die Eigenschaften des Lusitanos: Kraft und Mut. Ein graziöses wunderschönes Pferd mit den besten Voraussetzungen für hohe Leistungen in der Klassischen oder Iberischen Dressur (leider auch für den Stierkampf). Äußerlich ist der Lustitano mit einem edlen Kopf ausgestattet, einem kräftigem gebogenen Hals und und langem, seidigen Behang. Häufig gibt es Schimmel, Braune und Falben.

New Forest Pony: Ein typisch englische Ponyrasse mit Vollblutanteil. New Forest Ponys werden um die 145 cm groß, tragen meist die Grundfarben und tragen nicht mehr die typischen Ponymerkmale. Sie gelten als ausgezeichnete Reit- und Fahrponys – nicht nur in England, sondern auch in Europa und Nordamerika.

Noriker: Ein kräftiges Kaltblut, von der Farbe her oft ein Dunkelfuchs mit kräftigem und hellem Behang (auch andere Grundfarben). Die mächtigen Pferde der Rasse Noriker werden um die 165 cm groß und gelten als hervorragende Zug- und Arbeitspferde. Noriker werden seit Jahrtausenden in den Bergen Österreichs gezüchtet.

Norweger: Auch Fijordpferd genannt, ist ein sehr kräftiges Kleinpferd, mit großem Kopf, starkem Körperbau und immer der gleichen Farbgebung:  Falben mit schwarzem Behang. Oft sieht man die Mähne als Stehmähne geschnitten, dies ist typisch für diese Pferderasse. Im 19. Jahrhundert als Arbeitspferd gezüchtet, entstand eine anspruchslose und sehr robuste Pferderasse, die sich heute hervorragend für Freizeitreiter eignet, die das Ausreiten bevorzugen, ebenso für  Kinder- oder Pferd für die ganze Familie.

Maremmano: Maremmanos sind die Maremma-Pferde aus der gleichnamigen toskanischen Region in Italien. Als typisches Reitpferd gezüchtet ist der Maremmano stark und ruhig. In früheren Jahrhunderten wurde diese Pferderasse mit verschiedensten eurpäischen Pferderasse gekreuzt, deshalb sind die Pferde heute nicht einheitlich. Die Pferde bestechen nicht durch Schönheit und Schnelligkeit, sie sind aber fügsam und anspruchslos. Gewöhnlich werden Maremmanos ca. 155 cm groß, sie sind oft dunkelbraun, aber auch in allen anderen Grundfarben vertreten.

Pura Raza Española ( PRE ): Der Pura Raza Española ( PRE ), fälschlicherweise oft als Andalusier bezeichnet, ist eine in rein spanische und unverfälschte Pferderasse, dessen Ursprung auf das 15. Jahrhundert zurückgeht.  Das Zuchtgebiet der PRE sowie auch der Andalusier befindet sich immer noch hauptsächlich in Andalusien, jedoch erfreut sich diese Pferderasse weltweit, auch in Deutschland, immer größerer Beliebtheit. PRE sowie die (etwas) weniger edlen Andalusier eignen sich hervorragend für die Dressur, Freizeitdressur, für das Barockreiten, bis hin zur Hohen Schule.  PRE `s sowie auch Andalusier sind intelligent, hübsch und verfügen über einen meist einwandfreien Charakter. Die Pferderasse besteht seitens der Farbgebung meist aus Schimmel, selten sind Füchse und Dunkelbraune.
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Schleswiger Kaltblut : Das Schleswiger Kaltblut ist eine alte deutsche Kaltblutrasse aus Schleswig-Holstein. Die schweren Pferde sind um die 160 cm groß, es sind meißt Füchse mit hellem Behang. Die Pferderasse wurde als kräftiges und belastbares Arbeitstier gezüchtet und dient noch heute als Zug- und Fahrpferd. Das Schleswiger Kaltblut ist vom Aussterben bedroht und steht auf der Roten Liste einheimischer Nutztierrassen in Deutschland. Eng verwandt ist das Schleswiger Kaltblut mit dem Jütlander Kaltblut.

Shetlandpony: Kleine und robuste Ponyrasse die aus Großbritanien, von den sogenannten Shetland-Inseln, stammt. Die Shetlandpony s sind zwar klein, dennoch sehr stark, so wurden sie früher in Bergbau und Landwirtschaft eingesetzt. Heute sind sie eine beliebte Kinderpony – Rasse mit gutem Charakter. Die Ponys dieser Rasse sollen ca. 100 cm groß werden, somit sind sie nur für die Kleinsten Kinder geeignet, bis ca. 8 Jahre.

Shire Horse: Ein wahrer Koloss und Englands schönste Kaltblutrasse ist das Shire Horse. Zu den Vorfahren dieser gigantischen Pferde zählt der Friese sowie mittelalterliche Schlachtrosse aus England. Ursprünglich wurde das Shire Horse als Kriegspferd herangezüchtet, später setzte man diese Kaltblüter in der Landwirtschaft ein. Die Pferde werde bis zu 180 cm groß, es sind überwiegend Braune und Rappen. Merkmale des Shire Hores sind das glatte seidige Fell, der ausgeprägte Ramskopf und die kräftigen Beine, die ab der Fessel viel Behang tragen. Heute werden die Pferde als Fahrpferde und auch noch als Zugpferde genutzt.

Tinker: Der Irish Tinker ist ein ehem. Arbeitspferd mit Ramskopf und kräftigem Körper. Tinker sind meißt um die 150 cm groß.  Die Pferde dieser Rasse sind meißt Schecken, jedoch gibt es kein einheitliches Farbbild.  Früher dienten die Pferde in Irland und Großbritanien als Arbeits- und Zugpferde der Zigeuner. Diesem Ursprung verdanken die Pferde Ihr gutes und ausgeglichenes Wesen, zudem sind sie robust und ausdauernd. Ein besonderes Merkmal der Tinker ist auch der plüschige Behang der Beine, unterhalb des Fesselgelenks.

Trakehner: Diese Pferderasse ist die älteste Reitpferde – Pferderasse Deutschlands, die Trakehnerzucht wird um die 280 Jahre betrieben und dessen Ursprung ist auf das Landesgestüt Trakehnen in Preußen, das im 17. Jahrhundert entstand, zurückzuführen. Durch die frühe Kreuzung dieses Warmblut mit Shagya- und Anglo-Arabern enthalten diese Pferde einen Vollblutanteil. Zuchtziel ist ein rittiges Sportpferd mit gutem Interieur.

Welsh, Welsh-Pony, Welsh-Cob: Die Welsh Ponys sind eine britische Rasse, sie stammen aus der Region Wales. Heute gehören sie zu den beliebtesten Ponys in Europa.  die Pferderasse sind in vier Sektionen eingeteilt und es gibt noch die Partbred-Welsh-Ponys, die lt. Zuchtbestimmungen nur 12,5 % Welsh-Blut in sich tragen müssen. Die Welsh-Sektionen unterscheiden sich größenmäßig sehr stark und verfügen über unterschiedlich ausgeprägtes Exterieur.

Die Sektion A Ponys gelten als kleine Kinder-Ponys bis 122 cm, Sektion B – Ponys sind bis 137 cm groß, dann gibt es die Sektion C Ponys im Cob -Typ, diese sind ebenfalls bis 137 cm groß. Die Sektion D Ponys im Cob-Typ sind ab 137 cm groß bis 155 cm. Der Cob -Typ ist stämmig, stark und hat einen kräfigen Körperbau. Die Bezeichnung kommt aus der Landesprache und bedeutet in Walisisch “Klotz”.  Welsh-Ponys sind vielseitig, sie werden als Familien- und Freizeitponys eingesetzt, als Fahrponys bis hin zum Sport, in Springen und Dressur.

Westfale: Eine Pferderasse die eng mit dem Hannoveraner verwandt ist und dieser Rasse sehr ähnelt. Zuchtmittelpunkt der Pferderasse ist die Pferdestadt Warendorf in Nordrhein Westfalen. Vom Aussehen her ist der Westfale ein typisches sportliches Warmblut, mit wohl geformten Hals, langem Rücken und tiefem Rumpf. Die Kruppe ist kraftvoll, der Kopf fein. Ein berühmtes Pferd dieser Rasse ist Ahlerich, der 1984 in Los Angeles, bei den Olymischen Spielen, den Grand Prix gewann.

Bildnachweis
Foto Haflinger: Jürgen Treiber / www.pixelio.de