Reitbeteiligung
Reitbeteiligung : Fragen und Antworten
Was ist eine Reitbeteiligung ?
Wie der Name schon sagt, wird eine Beteiligung zum Reiten vergeben. Meist steht das Abkommen zwischen Pferdebesitzer und Reitbeteiligung für 2-3x die Woche reiten, gegen eine Kostenbeteiligung und/oder Mithilfe bei der Stallarbeit. Für Pferdebesitzer gibt es unterschiedliche Gründe, ihr Pferd an eine Reitbeteiligung zu vergeben, für die einen ist die Zeitliche Unterstützung wichtig, für die anderen ist die Kostenbeteiligung entscheidend. Auch Förderung / Beritt des Pferdes oder Auslandsaufenthalte des Pferdebesitzers können ein Grund für die Vergabe sein. Für den Reiter ist eine Reitbeteiligung eine kostengünstige Alternative gegenüber dem eigenen Pferd, auch zeitlich ist eine Reitbeteiligung eher machbar und die Verantwortung ist nicht so groß, wie die ein eigenes Pferd zu besitzen.
Für welche Reiter eignet sich ein Reitbeteiligung ?
Eine Reitbeteiligung bedeutet nicht nur Spaß, sondern auch ein großes Maß an Verantwortung für das zur Verfügung gestellte Pferd.Gute bis sehr gute Reitkenntnisse sind von Vorteil . Auf jeden Fall muss der Reiter aber im Umgang mit dem Pferd sicher sein, die Bahnfiguren und Bahnregeln kennen, sattelfest sein und das Pferd selbstständig arbeiten können. Der Reiter benötigt an den vereinbarten Tagen mindestens 2 Stunden Zeit und diese auch sicher, damit die Versorgung des Pferdes gesichert ist. Die regelmäßige und fortlaufende Teilnahme am Reitunterricht ist auf für eine Reitbeteiligung sehr empfehlenswert.
Welche Pferde sind geeignet ?
Ein Pferd für eien Reitbeteiligung sollte kein Problempferd sein oder ein ganz rohes 3 Jähriges Pferd. Ansonsten hängt natürlich alles von den Reitkenntnissen des Reiters ab.
Mit welcher Kostenbeteiligung und Mithilfe ist zu rechnen?
Pferdebesitzer die ihr Pferd zum Reiten zur Verfügung stellen, erwarten oft eine angemessene Kostenbeteiligung als Gegenleistung. Die Kosten sind unterschiedlich, je nach Qualität, Ausbildungsstand und Standort des Pferdes. Mit höheren Kosen für eine Reitbeteiligung ist zu rechnen, wenn das Pferd in einem Reitstall mit Halle steht, wenn das Pferd sehr gut und weit ausgebildet ist und/oder keine Mithilfe bei der Stallarbeit erforderlich sind. Etwas “günstiger” sollte ein Pferd sein, das in einem Offenstall oder einer Haltergemeinschaft untergebracht ist oder beispielsweise nur zum Ausreiten geeignet ist.
Mithilfe kann beinhalten, dass die Reitbeteiligung an vereinbarten Tagen die Pferdebox abäppeln oder entmisten muss, das einstreuen der Pferdebox mit frischem Stroh, das füttern oder das abäppeln von Weide- und Paddockflächen. Auch könnten Stalldienste zur Pflicht einer Reitbeteiligung gehören. Selbstverständlich ist es, dass das Pferd gepflegt wird und das sich die Reitbeteiligung an Huf- und Sattelpflege beteiligt.
Wie finde ich das richtige Pferd als Reitbeteiligung ?
Wie finde ich die richtige Reitbeteiligung für mein Pferd ?
Es gibt diverse Möglichkeiten im Internet ein Pferd als Reitbeteiligung zu suchen oder eine Anzeige für ein Pferd als Reitbeteiligung aufzugeben. Zum Beispiel in Foren, Kleinanzeigenmärkte oder auf speziellen Seiten. Viele Reitställe haben Pinnwände in den Aufenthaltsräumen, an denen eine Suchanzeige aufgegeben werden kann. Für den Reiter, wie auch für den Pferdebesitzer empfiehlt es sich mehrere Termine für das Probereiten auszumachen, sowie eine Probestunde im Reitunterricht.
Reiterlich muss das Können des Reiters zu dem Leistungsstand des Pferdes passen. Minderjährige Jugendliche müssen zuverlässig und verantwortungsbewusst sein. Die Vorstellung des Reiters muss mit der des Pferdebesitzers konform gehen, so ist zBsp im Vorwege abzustimmen, ob die Teilnahme an Springunterricht erlaubt ist, ob eine Turnierteilnahme möglich ist oder ob das Pferd regelmäßig ausgeritten werden darf.
Was darf ich als Reitbeteiligung machen und was nicht ?
Wichtig ist: Alles in Abstimmung mit dem Pferdebesitzer. Eine Reitbeteiligung ist kein eigenes Pferd. Im Vorwege besprochen werden sollten die Vorstellungen und Wünsche des Pferdebesitzers und die der Reitbeteiligung. Ob es erlaubt ist, mit dem Pferd zBsp zu Springen, lange Ausritte im Gelände zu unternehmen oder mit Hilfszügeln zu reiten, sollte auf jeden Fall mit dem Pferdebesitzer abgestimmt werden. Beim Reitunterricht ist es wichtig, den gleichen Trainer zu nehmen. Üblich ist auch die Führung eines “Tagebuchs” in dem die tägliche Arbeit mit dem Pferd erfasst wird – so weiß eine Hand was die andere tut.
Gibt es einen Reitbeteiligungs Vertrag ?
Meist werden grundlegende Dinge zwischen Pferdebesitzer und Reitbeteiligung nur mündliche geregelt. Einen gesetzlich bestimmten Reitbeteiligungsvertrag gibt es nicht. Wünschen die Parteien einen schriftlichen Vertrag, kann dieser frei vereinbart werden.
Ist eine Reitbeteilung versichert ?
Ja, bei Sturz o.ä. haftet die Pferdehaftpflichtversicherung des Pferdehalters auch gegenüber Dritten. Dennoch sollte darauf geachtet werden, dass eine Reitbeteiligung nicht grob fahrlässig handelt, wie zBsp Reiten ohne Sturzhelm, Springen ohne Springkenntnisse oder Ausreiten mit einem Pferd das nicht geländesicher ist.
Was ist der Unterschied zwischen Reitbeteiligung und Pflegebeteiligung ?
Ein Pferd als Reitbeteiligung wird geritten, meißt gegen Kostenbeteiligung und Mithilfe. Eine Pflegebeteiligung darf nicht geritten werden, entweder wegen fehlender Reitkenntnisse oder weil das Pferd nicht geritten wird (zu alt oder krank). Das Pferd wird versorgt und gepflegt. Auch longieren, Bodenarbeit oder Spaziergänge sind möglich.




