Reitweisen
Englische Reitweise: Die Englische Reitweise ist am meisten verbreitet unter den Reitweisen. Die Englische Reitweise sieht eine ständige Anlehnung an das Pferdemaul und ständiges Treiben vor. Ziel soll ein gutes Übertreten der Hinterbeine sein, das Laufen in taktvollen Gängen und eine versammelte Haltung. Ein sehr ästhetisches Gesamtbild ist bei der Englischen Reitweise erwünscht. Die Hilfengebung funktioniert bei der Englischen Reitweise durch Schenkel, Gewicht und Zügelführung, Stimmhilfen sind nicht erwünscht.
Der Begriff Englische Reitweise kommt aus den USA, die Westernreiter benutzten ihn früher, um den anderen Reitstil von Ihrem eigenen zu unterscheiden.
Westernreiten: Vor allem in den USA ist Westernreiten eine weit verbreitete Reitweise. Die Westernreitweise hat das Ausbildungsziel (Pferd), dass dieses vor allem mit der Stimme und dem Reitergewicht gearbeitet wird. Ein ständiger Kontakt zum Pferdemaul, ständiges Treiben ist beim Westernreiten nicht erwünscht. Geritten wird oft auf blanker Kandare oder mit Sidepull (gebisslose Zäumung).
Klassisch barocke Reitweise: Die Geschichte des Barockreiten geht in das 18. Jahrhundert zurück. Hier mussten Pferde im Kampf auf feinste Hilfen perfekt reagieren, wenn es um Leben oder Tod ging. Heute funktioniert Barockreiten etwas anders. Ziel des Ausbildungsweges ist höchste Versammlung und Konzentration des Pferdes, immer mit Leichtigkeit und Eleganz. Die Lektionen sollen durch minimalste Einwirkung der Reiterhilfen ausgeführt werden. Ständiger Kontakt zum Pferdemaul und ständiges Treiben ist in der Barockreitweise also nicht erwünscht. Die Arbeit an der Hand und das frühe Erlernen aller Seitengänge gehören zum Training des Barockreiten.


