Voltigieren
Voltigieren
Voltigieren ist ein toller Sport für Kinder und Jugendliche. Beim Voltigieren werden turnerische und akrobatische Übungen auf dem Pferd ausgeführt. Das Voltigierpferd geht an der Longe, für Anfänger im Stand, Schritt und Trab und für Fortgeschrittene im Galopp.
Voltigieren für Kinder
Für Kinder ab 4 Jahren ist das Voltigieren eine gute Möglichkeit, um sie mit Pferden vertraut zu machen. Der Sport schult das Körperbewusststein und ist förderlich für die Motorik. Zudem findet Voltigieren stets an frischer Luft statt, in naturnaher Umgebung. Voltigieren bedeutet Sport im Team, einige Voltigier-Übungen werden auch mit 2 oder 3 Voltigieren gleichzeitig ausgeführt.
Voltigieren für Jugendliche
Voltigieren ist nicht nur als Kindersport anzusehen oder für den Einstieg in den Reitsport. Auch für fortgeschrittene Jugendliche ist das Voltigieren eine wunderbare Sportart. Die Bewegungsfertigkeit wird ähnlich wie beim Kunstturnen gefördert. Gleichzeitig beinhaltet das Voltigieren die Haltungs- und Rhytmusschulung. Voltigieren ist eine Sportart im Team und erfordert eine Enge Zusammenarbeit mit dem Partner “Pferd”.
Voltigieren als Turniersport
Es gibt nationale und internationale Prüfungen im Gruppen, Einzel- und Doppelvoltigieren. Konditionell müssen die Voltigierer für solche Wettkämpfe sehr fit sein.
Ähnlich wie auch im Dressur- und Springsport sind auch die Prüfungen für Voltigierer in Leistungsklassen eingeteilt. Die niedrigste Leistungsklasse ist A, die höchste S. Ein Aufstieg erfolgt nach erreichten Qualifikationen in der Saison oder vorangegangene Saison. Benotet wird nach einem Wertnotensystem von 0 (schlechteste Bewergung) bis 10 (beste Bewertung). Die Aufgaben beinhalten Pflicht-, Technik- und Kürübungen, die mit Punkten bewertet werden, die Pferdenote bewertet Pferd und Longenführer. Es zählt das Gesamtergegniss einer Mannschaft.
Bis 2005 gab es für Voltigierprüfungen eine Altersbeschränkung, die jedoch aufgehoben wurde. Somit können auch junge Erwachsene / Erwachsene an Voltigier-Wettkämpfen teilnehmen.
Voltigieren – Wo?
Viele regionale Sportvereine haben eine Voltigier-Sparte und nehmen Anfänger auf. Ebenso wird Voltigieren in Reitschulen angeboten. Achten Sie bei der Auswahl auf die Qualität des Unterrichts, den Zustand der Pferde und die Ausbildung des Trainers.
Voltigier-Pferd
Als Voltigierpferd eignen sich nur sehr wenige Pferde. Ein Voltigierpferd muss charakterlich einwandfrei sein, absolut ausgeglichen, ruhig und schon etwas älter sein. Das Pferd muss gut konditioniert sein und absolut gesund sein. Für Kinder und für das Heilpädagogische Voltigieren werden oft Ponys genutzt, wie zBsp. Haflinger und Norweger. Für den Jugendsport und Turniersport nutzt man verschiedene Warmblutrassen, Knabstrupper und Friesen sind sehr beliebt.
Voltigieren – Ausrüstung
Voltigierschuhe oder Volti-Schuhe sind etwas fester als normale Gymastikschuhe. Es gibt sie im Versandhandel oder Reitsportfachgeschäft. Eine Gymnastikhose (lang) und ein Pulli oder Shirt reichen als weitere Einstiegskleidung. Im späteren Training wird oft Vereinskleidung verwendet. Für Wettkämpfe werden Voltier-Anzüge benötigt.
Das Pferd trägt einen Voltigiergurt mit 3 Haltegriffen. Das Lederzeug des Pferdes, beim Voltigieren, ist meist weiß. Dies sieht in einem Gesamtbild sehr schön aus: Strahlende Voltigier anzüge der Tunenden in hellen oder bunten Farben, gepflegtes Voltigier – Pferd, schneeweißes Voltigier – Leder.
Voltigier-Übungen
Grundsitz : Der Voltigierende Reiter sitzt auf dem Pferd, die Beine leicht hinter dem Voltigier-Gurt. Bei dieser Pflichtlektion und Ausgangsübung wird besonders auf die Haltung geachtet. Die Hände sind in den Hüften oder seitlich ausgetreckt. Die Beine sind lang und gestreckt. Die Fußspitzen zeigen nach unten.
Aufsteigen : Der Voltigierende läuft an der Longe entlang, im Takt neben dem Pferd. Bei Fortgeschrittenen später im Galopp. Der Voltigierende greift nach dem Haltegriff des Longiergurtes, springt mit beiden Beinen ab und schwingt sich auf das Pferd. Danach geht er sofort in den Grundsitz.
Fahne: Bei der Übung Fahne kniet sich der Voltigierende auf das Pferd. Ein Bein wird gerade nach hinten gestreckt. Diagonal dazu wird ein Arm nach vorn gestreckt, der andere Arm ist am Voltigiergriff des Gurtes.Der Kopf ist oben, geradeaus gerichtet, die Position muss gehalten werden.
Mühle: Die Übung Mühle funktioniert so, dass der Voltigierende zunächst ein Bein über den Hals des Pferdes hebt und seitlich sitzt, die Arme werden ausgetreckt, dann wird das andere Bein über die Kruppe gehoben, so das der Voltigierende verkehrt herum sitzt. Die Arme werden ausgestreckt. Bei einer vollen Mühle geht es so einmal herum, bis der Voltigierende wieder vorwärts gerichtet auf dem Pferderücken sitztl.


