Westernreiten
Die Entstehung des Westernreiten
Seinen Ursprung fand das Westernreiten im 19. Jahrhunderts im “Wilden Westen” Amerikas. Die Spanier sorgten für die Einfuhr von Pferden, für die Rancharbeit. Angelehnt an das Spanische Vaquero-Reiten, die Arbeitsreitweise der Spanier, entwickelte sich die Westernreitweise, die Arbeitsreiweise der Amerikanischen Cowboys. Damals nutzten die Cowboys die Westernpferde zum Viehtrieb. Riesige Rinderherden zogen über die weite Prärie, mussten zusammengetrieben und weitergetrieben werden. Wendige, schnelle und gut ausgebildete Pferde waren wichtig für die harte Rancharbeit.
Die Grundlagen der Reitweise Westernreiten
Das Pferd soll auf kleinste Impulse des Reiters reagieren. Ständiges Treiben und ständige Hilfengebung ist nicht erwünscht, das Pferd soll eigenständig arbeiten und sensibel auf kleinste Hilfen reagieren. Fordert man ein Westernpferd zum Trab auf, soll dieses sofort reagieren, dann solange im Tempo bleiben bis der Westernreiter eine neue Lektion fordert.
Ein gut ausgebildetes Westernpferd ist darauf geschult sich einhändig lenken zu lassen. Die einhändige Zügelführung kommt auch aus dem ursprünglichen Arbeitsreiten, da die Cowboys eine Hand frei haben mussten für Lasso- oder Antriebsarbeiten.
Die Disziplinen des Westernreiten ( Prüfungen )
Reining : Die Dressur des Westernreiten. Reining ist auch in Europa eine beliebte Disziplin. Rasant werden in schnellen Gangarten Lektionen wie zBsp Drehungen (Spins), Stopps (Sliding Stops) und Rückwärtsrichten (Back up) geritten. Auf Westernturnieren gibt es vorgeschriebene Aufgaben (Pattern) die auswendig geritten werden. Die Pferde haben spezielle Hufeisen, damit sie nicht wegrutschen.
Trail : Trail nennt man die Geschicklichkeitsaufgaben des Westernreiten. Ein Parcour mit “Hindernissen” muss überwunden werden, es werden zBsp Weidetore vom Pferd aus geöffnet und Brücken überquert. Dabei muss das Pferd absolut wendig und durchlässig sein.
Western Horsemanship : Eine Turnieraufgabe bei der nur die Leistung des Reiters beurteilt wird. Geachtet wird auf Hilfengebung, Sitz und exakte Ausführung der Lektionenl.
Western Riding : Diese Turnieraufgabe ist die Schwierigste des Westernreiten. Punktuell werden fliegende Galoppwechsel gefordert, wie zBsp zwischen Pylonen.
Halter : Zuchtprüfungen für Westernpferde. Das Pferd wird an der Hand vorgestellt.
Cutting : Cutting ist das Show-Eintreiben von Rinderherden. Die ursprüngliche Arbeitsreitweise wird hier zur Turnierprüfung. Cutting ist in den USA der 3.höchst dotierte Sport, hinter Tennis und Golf. Auch in Europa gibt es Cutting-Prüfungen.
Westernpferde
Für das Westernreiten gibt es spezielle Pferderassen, die für diese Reitweise geeignet sind und speziell für das Westernreiten gezüchtet wurden.
American Quarter Horse : Die im 18. Jahrhundert in den USA entstandene Pferderasse, ist heute mit ca. 4 Mio. Pferden, die zahlenmäßig größte Pferderasse der Welt. Quarter Horses erreichen höchstens 160 cm, sind kompakt und klein. Die Pferderasse ist mit ihrem Exterieur darauf gezüchtet, besonders wendig zu sein, Drehungen in Geschwindigkeit ausführen zu können und große Distanzen zu überwinden. Damals ein ideales Pferd für Cowboys, heute nach wie vor ein beliebtes Pferd für das Westernreiten. Mehr Infos gibts beim Zuchtverband: www.dqha.de
Appaloosa: Das Hauptzuchtgebiet deer Appaloosa liegt schon immer in den USA, jedoch entstand die Pferderasse im 18. Jahrhundert durch Spanische Pferderassen, die nach Nordamerika importiert wurden. Appaloosa sind von der Farbgebung oft bunt, typisch ist die sogenannte Schabrackscheckung. Appaloosa werden als Reit- und Fahrpferd eingesetzt, hauptsächlich für das Westernreiten, im Reining und Cutting.




